MUSIC FRONTIERS Programm 2026

MUSIC FRONTIERS 2026 hat heute die ersten Highlights seines Programms vorgestellt. Im Mittelpunkt der Ankündigung stehen vier Sessions, die verdeutlichen, welches Ziel diese etwas andere Musik-Konferenz verfolgt: Lösungen zu diskutieren, die die Zukunft der Branche prägen, die Menschen, die Musik schaffen und vermarkten, mit denjenigen zu vernetzen, die die Werkzeuge dafür entwickeln. Inhaltlich gliedert sich das Programm in zwei Teile.
Ein Themenbereich untersucht die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Musik, Rechteverwertung und die Möglichkeiten, diese neue Ära erfolgreich zu steuern. Vom Fireside Chat mit François Pachet, der auf drei Jahrzehnte KI-Musikforschung zurückblickt, bis hin zu "From Training Data to Rights Holder: Closing the Attribution Gap", einem Panel über Lösungen, die KI-generierte Musik zu den dahinterstehenden menschlichen Werken zurückverfolgen: Dabei werden Tools zur Identifizierung von Ausgangsmaterial, Register, die Trainingsdaten mit Rechteinhabern verknüpfen, sowie einsatzbereite Systeme behandelt, auf die Labels und Verlage bereits jetzt zurückgreifen können.
Der zweite Themenbereich befasst sich damit, wie Musik ihr Publikum zukünftig erreicht und welche neuen Einkommensquellen dafür erschlossen werden können: von Echtzeit-Mikrolizenzierung für Creator und Marken bis hin zur Frage, warum menschliche Kuration gerade jetzt wieder wichtiger wird, wo Streaming und KI beide auf ein schier endloses Angebot zusteuern.
- François Pachet, Gründer von Flow Records und ehemaliger Leiter des Spotify Creator Technology Research Lab, beschließt den ersten Tag mit “The Composing Researcher and the Machine: A Life at the Frontier of Music and AI.“ Pachet entwickelte Flow Machines, das System hinter „Daddy’s Car“, einem der ersten Mainstream-Songs, der 2017 mit KI komponiert wurde, und wird auf drei Jahrzehnte Forschung zurückblicken, in denen er sich wie kaum jemand sonst so intensiv mit der Frage beschäftigt hat, was KI für musikalische Kreativität bedeutet.
- Sini Tiainen, Music Content Manager Nordics bei Qobuz, spricht zum Thema "The Human Algorithm: Why Curation Is the New Scarcity" Ihre Erfahrung aus Programmgestaltung und Playlisting bei Qobuz, Nokia MixRadio, YouTube Music und Universal Music bringt sie in die Debatte darüber ein, warum der Mensch als Kurator so schnell nicht zu ersetzen ist und im Gegenteil eher an Bedeutung gewinnen wird.
- Grace Manning, Head of Marketing & Partnerships bei Cantilever Music, spricht bei "Rewiring Indie Revenue Streams: Owned, Direct and Thriving. Manning bringt ein Jahrzehnt Erfahrung mit globalen Veröffentlichungskampagnen und Künstlerpartnerschaften in eine Diskussion über Direct-to-Fan-Erlösmodelle ein, die dem Pro-rata-Streaming Konkurrenz machen.
- Mershad Javan, Head of Europe and Africa bei GoDigital Music, ist bei "Fund Your Vision: The New Landscape of Artist Finance" zu Gast. Javan hat die Vertriebsplattform Octiive aufgebaut und durch zwei Übernahmen geführt, bevor er zu GoDigital Music Group kam. Er wird darüber sprechen, welche neuen Finanzierungsmöglichkeiten für unabhängige Künstlern bereitstehen und wie sie in der Praxis funktionieren.
MUSIC FRONTIERS findet 2026 erstmals in Zusammenarbeit mit dem Reeperbahn Festival am 17. und 18. September in Hamburg statt. "Ich bin begeistert von dem Programm, das wir dieses Jahr zusammengestellt haben, und von der Qualität der Speaker, die zu uns nach Hamburg kommen werden. Von Anfang an war es das Ziel von MUSIC FRONTIERS, praktische Lösungen für die Weiterentwicklung des Musik-Ökosystems aufzuzeigen und Antworten auf die drängendsten Fragen unserer Zeit zu finden, die Künstlern und die Menschen, die diese Branche am Laufen halten, beschäftigen. Anstatt uns damit aufzuhalten, wo die Branche heute steht, haben wir uns zum Ziel gesetzt, ein Programm zu entwickeln, bei dem die Chancen für Musik und die Branche im Mittelpunkt stehen: eine Plattform, auf der sich Labels und Künstlern auf der einen Seite sowie Technologieanbietern und Entwicklern auf der anderen Seite treffen, austauschen und gemeinsam die Zukunft gestalten können. Mein Dank gilt dem Reeperbahn Festival für die Unterstützung und die Partnerschaft bei der Mission, ein nachhaltig erfolgreiches Musikökosystem zu gestalten. Diese Zusammenarbeit schafft echten Mehrwert für die gesamte Branche“, sagt Matthias Strobel Hohmann, Gründer von MUSIC FRONTIERS und Präsident von MusicTech Germany.
Tickets gibt es bereits ab 65 Euro auf der unten angegebenen Website. Dort sind auch weitere Speaker und Sessions zu finden.
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