Qobuz zieht Grenzen für KI im Musikstreaming

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Die europäische High-Quality Musikplattform Qobuz veröffentlicht heute ihre KI-Leitlinien. Die Plattform legt öffentlich dar, wie sie mit KI-generierten Inhalten umgeht und künstliche Intelligenz einsetzt. Die Leitlinien definieren klare Prinzipien und konkrete Verpflichtungen. Sie bestätigen den menschlichen Ansatz von Qobuz als wirksamste Garantie, um sowohl Künstler:innen als auch Nutzer:innen zu schützen.

Die Leitlinien gliedern sich in drei strukturierende Schwerpunkte, die konkret definieren, wie Qobuz KI innerhalb seiner Plattform integriert und eingrenzt.

  • Eine zu 100 % menschliche, redaktionelle Auswahl: Alle von Qobuz hervorgehobenen Empfehlungen – wie die Qobuzissimes, die Alben der Woche oder die Playlists – werden von der hauseigenen Musikredaktion ausgewählt. Dieser Ansatz garantiert eine unabhängige Kuratierung und schließt industriell erzeugte, KI-generierte Inhalte von den wichtigsten Platzierungen der Plattform aus.
  • Personalisierte Empfehlungen, die auf echte Künstlern setzen: Die algorithmischen Empfehlungen, die individuell auf die Nutzer zugeschnitten sind (Autoplay, Radios, Daily Mixes, etc.) basieren auf Daten, die vom Qobuz-Redaktionsteam ausgewählt wurden oder von vertrauenswürdigen Partnern stammen, wodurch alle KI-generierten Titel ausgeschlossen werden. Dies garantiert echten Künstlern die Sichtbarkeit und Vergütung, die sie verdienen.

Qobuz entwickelt spezielle Tools zur Identifizierung von KI-generierter Musik und zur Erkennung betrügerischer Streaming-Muster. Die Plattform arbeitet mit Industriepartnern zusammen, um gemeinsam nachhaltige und effektive Lösungen zu entwickeln, die den Nutzer:innen Transparenz und Wahlfreiheit garantieren. Betrügerische Streams werden aus Berichten und von der Auszahlung von Tantiemen ausgeschlossen. KI-generierte Inhalte werden von der Plattform entfernt, sobald Verstöße festgestellt werden.

Darüber hinaus definieren die KI-Leitlinien klare Grenzen: Qobuz verpflichtet sich, niemals selbst musikalische Inhalte für seinen Katalog oder zur Berechnung von Tantiemen zu generieren, redaktionelle Kuratierung nicht durch KI zu ersetzen und Daten der Kunden sowie die Musikinhalte nicht zum Training externer KI-Modelle und -Trainings (Crawling oder Scraping) freizugeben.

Ein weiterer Schritt im Zeichen der Transparenz Mit diesen KI-Leitlinien bekräftigt Qobuz seinen eigenen Transparenz-Anspruch. Im Jahr 2025 hat Qobuz als erster Streaming-Dienst seine Auszahlungsraten pro Stream öffentlich bekannt gegeben. Die KI-Leitlinien übertragen dieses Prinzip nun auf den Technikeinsatz: Nutzern haben ein Recht darauf zu wissen, wo und wie KI ihr Musikerlebnis beeinflusst.

Die Musikindustrie sieht sich mit einem noch nie dagewesenen Zustrom von KI-generierten Inhalten konfrontiert: Studien wie von CISAC zeigen, dass bis 2028 KI-generierte Musik 20% der Streaming-Einnahmen ausmachen könnte– mit einem potenziellen Verlust von bis zu 4 Milliarden Euro für Musikschaffende. Auf dem Spiel stehen: der Wert menschlicher künstlerischer Leistung, die Transparenz von Streaming-Systemen und der Lebensunterhalt echter Musikschaffender.

„Transparenz liegt in unserer DNA. Diese Leitlinien beantworten die Fragen, die sich unseren Nutzer:innen und in der Musikbranche stellen: Wie setzen wir KI ein, wo ziehen wir die Grenze und wie schützen wir die menschliche künstlerische Leistung? Unser Engagement ist klar: Wir wollen sicherstellen, dass Künstler:innen diejenige Sichtbarkeit und Vergütung erhalten, die sie verdienen. Gleichzeitig wollen wir den Hörern die Gewissheit geben, dass ihre Musikentdeckungen weiterhin von menschlicher Leidenschaft geleitet sind und nicht vom Streben nach Umsatz. Bei Qobuz behalten Menschen die Kontrolle“, so Georges Fornay, stellvertretender CEO von Qobuz.

Für Qobuz ist Transparenz eine gemeinsame Verantwortung in der Musikbranche. Die Leitlinien sind ein lebendiges Dokument, das alle sechs Monate überarbeitet wird, um technologische Entwicklungen und Rückmeldungen von Nutzer:innen und aus der Musikbranche zu berücksichtigen. Qobuz schätzt das Feedback aus der Musikgemeinschaft, von Künstler:innen und von Nutzern, um seinen Ansatz künftig weiter zu optimieren, während sich Technologie und Branchenstandards weiterentwickeln.

www.qobuz.de