evolution e 906 ist Sennheisers „Mikrofon des Monats“ im November

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Sieht man sich in Online-Shops und Foren das e 906 an, fallen einem sofort die zahlreichen guten Bewertungen ins Auge. Doch warum ist dieses Mikrofon so beliebt? Sebastian Schmitz, Portfoliomanager bei Sennheiser, erklärt: „In das e 906 sind unsere jahrzehntelangen Erfahrungen mit Gitarrenmikrofonen eingeflossen.“ Eines dieser Gitarrenmikrofone ist das MD 409, das unter Toningenieuren bis heute als Legende gilt und nicht selten als „das beste Gitarrenmikrofon überhaupt“ bezeichnet wird. Seine Fähigkeit, warme, verträumte Gitarren ebenso einfangen zu können wie kernige Metal-Riffs war auch das Ziel bei der Entwicklung des e 906. Und natürlich die einfache Handhabung: Das MD 409 konnte man dank seiner Form (Spitzname „Gitarrenbrikett“) einfach am Kabel vor den Amp hängen. Ein Segen beim Aufbau und auf kleinen Bühnen.

Diese Sound- und Handlings-Vorgaben hatten die Sennheiser-Ingenieure bereits bei der Entwicklung des e 609, doch beim e 906 gab es noch eine weitere Anforderung: Es sollte sich harmonisch in die neue 900er Mikrofonserie einfügen. Dafür bedurfte es einer besonders feinen Abstimmung, denn: „Wir haben die 900er Serie als Familie konzipiert. Jedes Mikrofon sollte im Bandmix bereits ohne EQ einen hervorragenden Sound liefern. Das heißt: Sie sollen nicht nur ihr jeweiliges Instrument gut wiedergeben, sondern sich auch perfekt in den Gesamtkontext einpassen,“ erklärt Schmitz. Dafür wurde das e 906 intensiv unter Live-Bedingungen gemessen und sorgfältig abgestimmt. In Feldtests konnten dann auch Toningenieure das neue e 906 ausprobieren und bewerten.

Bei der Entwicklung wurde schnell klar, dass die Abnahme der unterschiedlichen Musikstile enorm viel Flexibilität vom e 906 erforderte. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, erhielt das Gitarrenmikrofon einen dreistufigen Schalter für die Klangcharakteristik: In der ersten Stufe wird der Präsenzbereich abgesenkt, was warme und weiche Klänge, wie beispielsweise im Jazz oder beim Blues, unterstützt. In der Mittelstellung („flat“) wird die Präsenz nicht verändert, sie eignet sich hervorragend für klassischen Rock. Die dritte Stufe hebt den Präsenzbereich an und gibt damit aggressiven und energisch gespielten, verzerrten Metal-Gitarren den passenden Sound.

Wenig verändert wurde hingegen die beliebte, rechteckige Form: „Viele Anwender haben uns über das MD 409 gesagt: ‚Das Ding ist ungemein praktisch. Einfach vor einen Speaker hängen – fertig. Bitte lasst das so!‘ Deshalb haben wir beim Design des e 906 keine Experimente gemacht. Es gibt eben Eigenschaften an Mikrofonen, die man einfach nicht verbessern kann“, erklärt Sebastian Schmitz.

Das e 906 ist ein Gitarrenmikrofon für alle Stile. Sein natürlicher Klang und die praktische Form bieten jede Menge Möglichkeiten, die man für den eigenen Sound nutzen kann.

Einfach noch sicherer

Die Form des e 906 eignet sich hervorragend, um das Mic einfach am Kabel hängend vor dem Speaker zu positionieren – ganz ohne Stativ. Das spart Platz und Aufwand beim Aufbau. Um es noch sicherer zu platzieren, kann einfach die mitgelieferte Mikrofonklemme angebracht werden: Sie wirkt dann als Hebel, so kann sich das e 906 nicht am Kabel drehen und bleibt exakt dort, wo es positioniert wurde.

Die Position färbt den Klang

Nicht nur der Präsenzschalter, sondern auch die Platzierung des e 906 vor dem Speaker bestimmt den Gitarren-Sound:

  • Um viele Höhen und einen aggressiven Sound zu erzielen, wird das Mic direkt auf die Mitte der Kalotte ausgerichtet.
  • Für einen ausgewogenen, natürlichen Sound wird das Mikrofon zwischen Kalotte und Sicke des Speakers positioniert.
  • Einen weichen Klang mit mehr unteren Mitten erreicht man, wenn das e 906 auf die Sicke ausgerichtet wird; je weiter außen das Mikrofon positioniert wird, desto weniger Höhen erhält man und der Klang wird wärmer.
Mal was anderes probieren

Das e 906 kann auch hervorragend Trompeten oder Snares abnehmen. Auch bei der Snare kann der Klang durch die Position des e 906 geformt werden: Waagerecht über der Trommel im Abstand von 3 bis 5 cm erhält man relativ viele Obertöne und weniger Attack. Um dieses Verhältnis anzupassen, wird einfach der Winkel des Mikrofons über der Trommel verändert; dabei wird das e 906 auf die Fellmitte ausgerichtet und der Winkel zwischen etwa 30° bis 60° variiert. Wie immer bei der Mikrofonierung gilt auch hier die Regel: Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“ – einfach ein paar Positionen durchtesten und sich auf sein Gehör verlassen.

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