Case Study: Universität von Edinburgh

SLDW University of Edinburgh 03

Die Universität von Edinburgh ersetzt ihre analogen Funkmikrofonsysteme von Sennheiser kontinuierlich durch die neue SpeechLine Digital Wireless Mikrofonserie des Audiospezialisten. Künftig sollen über 320 Räume mit den digitalen, und für Sprache optimierten, Systemen ausgestattet werden. Stephen Dishon, AV-Verantwortlicher der Universität, hat sich zu diesem Schritt entschlossen, weil die SpeechLine Digital Wireless-Serie gleich mehrere seiner Probleme lösen: Sie umgehen den Stau auf den Frequenzbändern, sie vermeiden Interferenzen mit anderen Mikrofonen und sie haben eine längere Akkulaufzeit. Und zu guter Letzt glaubt Dishon, dass auch die Robustheit der digitalen Mikrofone „Made in Germany“ im turbulenten Betrieb der Universität von großem Nutzen sein werden.

Stephen Dishon ist sehr engagiert. Der AV-Verantwortliche der Universität von Edinburgh ist aktives Mitglied der AV-Community in Großbritannien. Er nimmt regelmäßig an Branchentreffen und Konferenzen teil und ist auch darüber hinaus für sein Fachwissen bekannt. Das ihm zur Verfügung stehende AV-Budget ist nicht das kleinste, denn die Hochschulleitung hat eines längst begriffen: Moderne AV-Technik kann den Lernerfolg der Studenten deutlich verbessern. Dishon und sein Team gelten als Pioniere. Sie reagieren schnell auf Marktentwicklungen und probieren auch mal neue Technologien aus. So kommt es, dass die Universität von Edinburgh in Sachen AV-Technologie in Großbritannien die Nase ganz weit vorne hat.

Die Universität in der schottischen Hauptstadt ist mit 30 000 Studenten und 13 000 Angestellten eine der führenden Hochschulen der Insel. In 200 Räumen und Hörsälen verrichten seit vielen Jahren rund 200 analoge Sennheiser Drahtlossysteme ihren Dienst. „Sie haben mehr als 12 Jahre fehlerfrei funktioniert und wir mussten in der ganzen Zeit kein einziges Gerät ersetzen, stellt Stephen Dishon zufrieden fest. Dennoch sei es nun Zeit für einen Generationenwechsel: Anfang 2017 kamen somit bereits 40 Einheiten der SpeechLine Digital Wireless-Serie zum Einsatz, im Herbst 2017 sollen es rund 100 sein.

Hierfür gibt es mehrere Gründe: Einer davon ist die Tatsache, dass ab Ende 2017 alle Vorlesungen der Hochschule standardmäßig digital aufgezeichnet werden sollen. Darum wächst der Bedarf an Mikrofonen: 320 Vorlesungsräume – vom 5-Personen-Raum bis zum 400-Personen-Hörsaal – sollen am Ende mit Audio-Technik ausgestattet sein. Dishon war früh klar, dass dies mit der bisherigen Technik auf Basis traditioneller UHF-Frequenzen nicht zu schaffen ist. Zwar sind zusätzliche Lizenzen für Frequenzen in Schottland nicht teuer, aber die zunehmende Verknappung im UHF-Frequenzbereich machte die Situation unübersichtlicher. „Wir sahen der Gefahr eines Frequenz-Staus ins Auge. Hinzu kommt, dass die Räume mitunter eng beieinanderliegen. Oft kam es daher zu Interferenzen, wenn die analogen Mikrofonsysteme in benachbarten Räumen gleichzeitig benutzt wurden.“

Kurzzeitig hatte Stephen Dishon überlegt, neue Funkmikrofonsysteme im 2,4 GHz-Frequenzband an die existierenden AV-Systeme anzuschließen. Doch dieses Vorhaben wurde schnell verworfen, denn auch hier sah man die Gefahr des Frequenz-Staus. „Das 2,4 GHz-Band, welches auch für W-LAN in einer Universität mit tausenden Geräten genutzt wird, ist nicht die beste Idee”, räumt Dishon ein. Darum war nach einer Vor-Ort-Präsentation der neuen digitalen drahtlosen 1,9 GHz-SpeechLine Digital Wireless-Lösung vor mehr als einem halben Dutzend Vertretern der Universität für den Fachmann klar, dass diese Mikrofonserie die Probleme seiner Hochschule lösen kann. Noch am selben Tag bestellte er zehn Kanäle. Drei Kriterien haben nach seinen Angaben dabei eine zentrale Rolle gespielt:

Zum einen überzeugte ihn das automatische Interferenz-Management, welches dafür sorgt, dass sich die Mikrofone stets eigenständig einen freien und störungsfreien Kanal suchen –
ohne dass der Nutzer von diesem Vorgang etwas mitbekommt. Auch die selbstständig regulierende Signalstärke der Sendeeinheiten leiste einen wertvollen Dienst: Sie verhindere Interferenzen und schonen die Akku-Leistung. Dishon stellt erfreut fest: „Das Signal reicht nur so weit, wie es muss.“

Zum anderen gefiel dem schottischen AV-Spezialisten, dass die Mikrofonserie konsequent auf Sprachverständlichkeit ausgerichtet ist. „Wir brauchen eine Sprachübertragung, die so klar wie möglich ist“, betont Dishon. „SpeechLine Digital Wireless erfüllt diese Anforderung dank der unterschiedlichen Presets für Frauen- und Männerstimmen in vollem Umfang.“ Man habe sich in Sachen Sprachübertragung vollkommen auf die Expertise von Sennheiser verlassen – besonders, weil Dishon und sein Team so gute Erfahrungen mit der bestehenden Sennheiser-Ausrüstung gemacht hätten. „Wir waren mit Sennheiser bislang zufrieden, also war für uns Sennheiser auch hier erste Wahl“, ergänzte Dishon.

Zu guter Letzt begeisterte Dishon auch die Akku-Kapazität der SpeechLine Digital Wireless-Systeme. Während es im Alltagsbetrieb der Universität schon mal vorkommen konnte, dass man die älteren Mikrofone zwischen den Vorlesungen aufladen musste, halten die SpeechLine DW-Mikrofone dank der kraftvollen li-Ion Akkus ohne weiteres bis zu 15 Stunden durch. Die verbleibende Akku-Kapazität wird an den neuen Hand- und Taschensendern außerdem genauer angezeigt als zuvor und sie kann auch am Empfänger abgelesen werden.

Eine lange Lebensdauer, Robustheit und damit ein deutlich positiver Return on Invest spielen für den AV-Verantwortlichen bei seinen Einkaufsentscheidungen eine große Rolle. Man schaue auch auf den Preis, sagt Stephen Dishon. Genauso blicken er und seine Kollegen aber auch auf die Langfristigkeit der Investitionen. Und da hätten die bisherigen Funkmikrofone in den vergangenen zehn bis zwölf Jahren „ohne jedes Problem“ ihren Dienst verrichtet und würden es auch noch weiter tun – selbst bei intensiver universitärer Nutzung. Dishon: „Sie verrichten einfach ihre Arbeit.“ Man merke schlicht, dass die Produkte von Sennheiser von sehr hoher Ingenieurs-Qualität seien. Für ihn war dies ein weiterer Grund, Sennheiser treu zu bleiben. Hilfreich finden es Stephen Dishon und sein Team zudem, dass alle SpeechLine DW-Sender (Handheld und Bodypack) standardmäßig mit einem Mute-Button ausgestattet sind. Dieser Button ist für den Hochschulbetrieb unerlässlich“, sagt Dishon. Etwa die Hälfte der neuen SpeechLine DW-Mikrofone in Edinburgh sind Lavalier-Modelle.

Die SpeechLine-Digital Wireless-Lösungen sind in der Universität in Edinburgh fest in den Hörsälen installiert, die Nutzung erfolgt in der Regel ohne Anwesenheit eines Technikers. Die Systeme sind direkt an die stationäre AV-Technik angeschlossen. Das „Sennheiser Control Cockpit“, die Sennheiser-Software zur Systemüberwachung, nutzt man in Edinburgh derzeit nicht. Bei der zukünftig wachsenden Zahl an SpeechLine DW-Systemen will Dishon die einfache Kontrolle und Bedienung der Systeme durch die Sennheiser Software aber zum Einsatz bringen.“

Sein Fazit nach einigen Monaten Betrieb der digitalen Lösung für die Sprachübertragung: Das Produkt hält sein Produktversprechen, die Investition lohnt. Die digitale Frequenzübertragung und die automatische Suche nach freien Frequenzen im 1,9 GHz-Band (DECT) funktioniert gut. Und das obwohl die Auslastung der Funksignale in den Hörsälen in Edinburgh weiter zunimmt: Teilweise hat man bis zu 15 SpeechLine DW-Systeme in geringer Entfernung nebeneinander in Betrieb. Stephen Dishons Bilanz: „Wir haben keinerlei Frequenz-Probleme.“

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