Digital 6000: Tim Bendzko auf Tournee mit digitaler Drahtlostechnik von Sennheiser

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Im Frühjahr 2017 begeisterte Tim Bendzko auf einer ausgedehnten Hallentournee sein Publikum und präsentierte sein drittes Album „Immer noch Mensch“. Neben neuen Titeln gab es selbstverständlich auch bekannte Hits des deutschsprachigen Singer/Songwriters zu hören: Der blondgelockte Berliner konnte – gewohnt charmant – „nur noch kurz die Welt retten” und mithilfe der kompromisslosen Klangqualität und der exzellenten Sprachverständlichkeit eines neuen Sennheiser Digital 6000 Drahtlossystems eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass sein samtweiches Timbre „unter die Haut” geht.

Tim Bendzko verwendet bei seinen Konzerten einen SKM 6000 Handsender, der als Besonderheit vollständig nickelfarben lackiert ist. Das speziell für Bendzko angefertigte Sondermodell erinnert im ersten Moment an das Sennheiser Digital 9000 System, doch bei genauerem Hinschauen wird offensichtlich, dass sich am Mikrofonschaft zwei Flankenteile in Nickel-Optik befinden. Ein zweiter SKM 6000 in bekannter schwarzer Ausführung wurde während der Tournee als Spare bereitgehalten. Als Kapselkopf fand die Sennheiser Kapsel MD 9235 NI mit nierenförmiger Richtcharakteristik Verwendung, die unter Tontechnikern als „Rockheiser“ bekannt ist. „Tim fühlt sich mit der Rockheiser-Kapsel einfach wohl!“, verriet Torsten „TeaJay“ Juch, der Tim Bendzko auf der „Immer noch Mensch“-Tournee als Monitormischer begleitete und aufgrund einer beruflichen Veränderung nach Ende der Konzertreihe von Christian „Gubi“ Gubalke abgelöst wird. „Tim kann durchaus laut singen, und die dynamische Kapsel fängt den Druck sehr gut ein. Mit einer Kondensatorkapsel hätten wir auf der Tournee vermutlich mit Übersprechen durch das übrige Bühnengeschehen zu kämpfen gehabt - aus optischen Gründen wollten wir Schlagzeug und Percussion nicht hinter Plexiglaswänden aufbauen.“

Über die Klangeigenschaften des neuen Sennheiser Digital 6000 Systems äußert sich Torsten Juch begeistert und verwendet die Vokabel „Da-igkeit“, um die wahrgenommene Präsenz der Stimme zu umschreiben. „Ich kann bei Mikrofonen sagen, wie schnell sie da sind“, erläutert Juch. „Damit meine ich, mit welcher Präzision die Transienten abgebildet werden. Im Vergleich zur früher von Tim verwendeten analogen Funkstrecke wirkt die Übertragung beim Digital 6000 System im Hochtonbereich noch aufgeräumter – das Signal klingt präzise und ist schnell da! Man merkt, dass der Klang im Obertonbereich stabil und unbeeinflusst ist. Ich bin wirklich überrascht, was in den höheren Frequenzen möglich ist – für mich klingt die drahtlose Übertragung beim Digital 6000 System wie ein konventionelles Mikrofon mit Kabel! Tim hat mir gesagt, dass er seine Stimme mit dem neuen System stets stabil wahrnimmt. Der SKM 6000 Handsender liegt sehr gut in der Hand und besitzt ein angenehmes Gewicht, was für Tim ein wichtiges Kriterium ist – er mag keine Handsender, die dick und schwer sind.“

Die außergewöhnlich guten Klangeigenschaften des Digital 6000 Systems machten sich während der Tournee am Monitorplatz insofern bemerkbar, als das Signal des Handsenders nicht so laut gefahren werden musste, wie es früher oft der Fall war. „Ich kann Tim im Mix heute leiser machen, weil seine Stimme mehr da ist“, so Torsten Juch. „Bildlich gesprochen kann man sich vielleicht einen feinen Vorhang vorstellen, der früher über der Stimme lag und nun weggezogen wurde – man kann das Signal leiser machen und hört trotzdem sämtliche Details; die Auflösung ist einfach höher!“

Um den FOH-Sound bei Tim Benzko kümmert sich seit vielen Jahren Stefan Lohr. Der erfahrene Audioprofi äußert sich zum neuen Sennheiser Digital 6000 System wie folgt: „Das System klingt mit der gleichen Rockheiser-Kapsel, die wir früher mit der 5000er-Serie verwendet haben, offener und luftiger. Die Klangverbesserung passt zu Tims Stimme, und bislang sind mir noch keine Klagen über das neue System zu Ohren gekommen. Der Unterschied ist deutlich hörbar, und ich muss weniger an Ecken und Kanten schrauben: Bei dynamischen Kapseln hatte ich früher in den oberen Mitten immer viel aufzuräumen, was bei der MD 9235 am Digital 6000 System so nicht der Fall ist. Ich kann mich bei der Mischung nun mehr auf die Eigenheiten von Tims Stimme konzentrieren und muss mich nicht mehr mit dem Ausgleich übertragungstechnisch bedingter Einschränkungen befassen.“

Die beiden SKM 6000 Handsender kommunizierten während der Konzerte AES-verschlüsselt mit einem Sennheiser EM 6000 Doppelempfänger, der in ein 19“-Rack eingebaut war. Als passive, für den Frequenzbereich von 450 bis 960 MHz spezifizierte Richtantennen fanden auf der Tournee zwei Sennheiser A 2003-UHF Verwendung, die über einen aktiven ASA 3000 Antennensplitter mit den Sennheiser Empfängern verbunden waren. Selbstverständlich werden die neuen Digital 6000 Systeme von der aktuellen Version der Sennheiser WSM-Software („Wireless System Manager“) unterstützt, deren Oberfläche am Monitorplatz auf einem Laptop zu sehen war.

Im Wireless-Rack befand sich eine intelligente L 6000 Ladestation, die mit zwei LM 6060 Charger-Modulen bestückt war und somit bis zu vier BA 60 Lithium-Ionen-Akkupacks parallel laden konnte. Torsten Juch demonstrierte erfreut, wie einfach sich die benutzerfreundlichen BA 60 Module mit nur wenigen Handgriffen wechseln lassen.

„Die gesamte Mechanik der 6000er-Handsender ist der Knaller!“, lobte Juch. „Die Betriebsdauer der Akkupacks beträgt über fünf Stunden, was für Konzerte mehr als ausreichend ist. Ich bin inzwischen ein wirklicher Freund von Akkus geworden – die Lithium-Ionen-Akkupacks der neuen Generation arbeiten stabil und sind darüber hinaus leistungsfähiger als herkömmliche Batterien.“

 „Ich freue mich sehr, dass sich Tim Bendzko auf seiner aktuellen Tournee als erster nationaler Künstler für den Einsatz des neuen Sennheiser Digital 6000 Systems entschieden hat“, kommentierte Thomas Holz, Project Manager Touring & Rental | Artists & Engineers bei Sennheiser. „Tim und seine Techniker sind beim ECHO 2017 auf das Digital 6000 System aufmerksam geworden, und während der Proben für die aktuelle Konzertreihe konnten Klangqualität und Handhabung sowohl den Künstler als auch die Audio-Crew restlos überzeugen!“

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