Jünger Audio zeigt fünf Produktneuheiten auf der IBC

Der Berliner Hersteller professioneller Audiotechnik Jünger Audio GmbH konnte die Fachwelt mit der Präsentation seiner Zukunftskonzepte und neuen Produkte auf der diesjährigen IBC begeistern. Neben zahlreichen Software-Upgrades und -Verbesserungen wurden insgesamt vier neue Hardware-Produkte vorgestellt, die das Portfolio der Firma weiter vervollständigen und neue Märkte eröffnen.

Junger MMA Core Proc

Mit MMA – Multichannel Monitoring and Authoring wurde eine Komplettlösung für die Live-Bearbeitung und das Echtzeit-Authoring von Immersive-Audioformaten präsentiert. Das System besteht aus einem Core-Prozessor und einem abgesetzten Interfacesystem zur Anbindung an die Audio- und Video-Infrastruktur. Es ermöglicht die Verarbeitung von kanal- und objektbasierten Audiosignalen und erzeugt oder bearbeitet die notwendigen statischen und dynamischen Metadaten für ein Hörerlebnis der nächsten Generation. Über diese neuen Formate können die Hörer nicht nur mit dreidimensionalem Audiogenuss versorgt werden, sondern bekommen zum Beispiel auch die Möglichkeit die Sprachlautstärke oder Sprachauswahl am heimischen Fernseher selbst zu übernehmen. Als erste praktische Implementierung verarbeitet das System das vom Fraunhofer IIS entwickelte MPEG-H 3D Audioformat, welches derzeit bereits in Südkorea in den praktischen Betrieb ausgerollt wird und auch in der ATSC 3.0 standardisiert ist.

Mit der Netbridge-Serie steht eine neue 19 Zoll-Produktreihe zur direkten Übersetzung zwischen etablierten Formaten wie SDI und MADI, und der modernen AoIP-Welt in den Startlöchern. Die Netbridge UHD dient dabei der Anbindung von einem 4K-UHD- oder vier HD-Videosignalen an bestehende MADI- oder AoIP-Infrastrukturen. Mit seinen vier 3G SDI-Schnittstellen eignet sich Netbridge UHD auch ideal als Audio-Video-Frontend für kleine und mittlere Video-Edit-Suiten oder Workstations. Mit dem zweiten Produkt der Serie Netbridge MADI stellt Jünger Audio eine Alternative für die 1:1 Übersetzung zwischen MADI und Dante, beziehungsweise AES67 bereit. Das System ist mit zwei unabhängigen 64-Kanal Brücken bestückt und kann somit bis zu 128 Kanäle zwischen IP und klassischen MADI-Systemen übersetzen.

Die Schnittstellenkarten C8315 und C8316 binden das etablierte Broadcast-Modulsystem C8000 an die Welt des Audio-over-IP an. Die Karten bieten jeweils 64 Ein- und Ausgänge für das Dante-Netzwerk und unterstützen auch den Betrieb im AES67-Modus. Als Besonderheit sind beide Karten zusätzlich mit einer unabhängigen MADI-Schnittstelle bestückt. Über einen speziellen 1:1 Hardware-Modus können sie in einem C8000-System als direkte Brücke zwischen AoIP und MADI genutzt werden, ohne die Audio-Busse des Systems zu belegen. Die beiden neuen Karten unterscheiden sich in der Bestückung der MADI-Schnittstellen mit BNC-Buchsen (C8315) oder einem SFP-Käfig (C8316), für die Nutzung von optischen Modulen im Multi- oder Singlemode-Lichtleiterbetrieb.

Junger Easy Loudness

Auch Jüngers erfolgreiche Familie digitaler Audioprozessoren D*AP hat mit Easy Loudness ein neues Mitglied bekommen. Easy Loudness steht in zwei Varianten, mit SDI- oder AoIP-Schnittstelle, zur Verfügung und bietet zwei unabhängige Stereo-Programmwege mit Jüngers bekannter Level Magic Loudness-Regelung. Easy Loudness ist darauf optimiert, bei etablierter Audioverbindung sofort loszulaufen und nur minimale Konfiguration zu benötigen. Um auch weniger erfahrenen Anwendern einen leichten Einstieg in die Bedienung zu ermöglichen, wurde das Easy Loudness-Webinterface überarbeitet und bietet nun auf einer HOME-Seite direkten Zugriff auf die wichtigsten Parameter. Mit der Auslieferung der MMA und des Easy Loudness wurde bereits erfolgreich begonnen, alle anderen Produkte werden im Laufe des vierten Quartals 2017 verfügbar sein.

www.jungeraudio.com